Mobipro-EU-Novelle

Chance oder unkalkulierbares Risiko?

Die neue Mobipro-Richtlinie liegt vor. Europaweit fragen sich Fachleute was sich das deutsche Arbeitsministerium dabei wohl gedacht haben könnte.

Wie von uns bereits vor Monaten prognostiziert wurde die Richtlinie tatsächlich so umgebaut, dass die Arbeitsagenturen zu Lasten privater Einrichtungen mehr Macht bekommen sollen, ohne dass dahinter ein tatsächlicher Sinn für die deutsche Wirtschaft und die betroffenen arbeitslosen jungen Menschen aus Europa erkannt werden kann.

Wer sich als Projektträger an diesem Programm beteiligen will, benötigt neben starken Nerven und einem gesunden Unternehmerbewusstsein vor allem umfassende Hintergrundinformationen über die Stolpersteine dieser mehr als komischen Richtlinie.

Die Vergangenheit hat zwar gezeigt, dass die BA nicht einmal die Förderverwaltung der Richtlinie auch nur im Ansatz beherrscht (zum Vergleich: 200 BAFöG-Stellen in Deutschland bekommen das fördertechnisch vergleichbare Meister-BAFöG seit 30 Jahren problemlos organisiert), was aber für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS nicht daran gehindert hat, die BA noch mit weiteren Kompetenzen auszustatten. Die Chance für mehr Markt und mehr Privatwirtschaft ist wieder einmal vertan worden. Im Gegenteil: Teilnehmer sollen künftig von den Mitarbeitern der BA/ZAV „auf Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit“ den Projektträgern zugeteilt werden. Ein Schelm der da an altbekannte Mauscheleien und eingedenk sinkender Arbeitslosenzahlen an plumpe Beschäftigungspolitik für nicht mehr benötigte BA-Mitarbeiter denkt, die in Wahrheit auf die andere Seite des Tisches im Arbeitsamt gehören.

Künftige Projektträger müssen sich von genau von Arbeitsagentur und BMAS hinsichtlich Praxisorientierung und Professionalität beurteilen lassen (woher nehmen die eigentlich die Kompetenz dafür und sind sie dafür überhaupt zertifiziert?), sie dürfen keine Gewinnerzielung anstreben, müssen 10 % Eigenmittel „als Barmittel“ nachweisen und können allenfalls 10 % Verwaltungskosten auf die blanke Betreuung und Nachhilfe gefördert bekommen. Darüber hinaus übernimmt der Projektträger die gesamte Unterhalts- und Fördergeldverteilung, die mit nicht vergütet wird, und haftet z.B. für zu viel ausbezahlte Fördergelder.

Rechtsexperten weisen jetzt bereits darauf hin, dass die Richtlinie in mehreren Punkten gegen geltendes EU-Recht verstoße, was zusätzliche Gefahren hinsichtlich der Rechtskonformität und Planungssicherheit mit sich bringen dürfte. Last but not least besteht für diejenigen, die sich trotz aller Merkwürdigkeiten an Mobipro beteiligen möchten, jetzt bereits absoluter Handlungsdruck, weil eine Projekt-Beantragung bis spätestens 30. September 2014 erfolgt sein muss. Dazu müssen internationale Kooperationen aufgebaut, konkrete Rekrutierungs- und Betreuungsstategien entwickelt und komplexe Finanzierungspläne für mindestens drei Jahre in die Zukunft erarbeitet werden. Wer da heute nicht schon über bewährte Strukturen verfügt, dürfte bei diesem Verteilungsspiel leer ausgehen.

Doch zu allem Überfluss stellt sich das BMAS vor, dass jeder Projektträger nur Anträge für 10-30 Teilnehmer einreichen darf. Zum Vergleich: der erfolgreichste deutsche Träger nach alter Mobipro-Richtlinie vermochte es über 300 EU-Azubis erfolgreich zu organisieren. Für Gruppen in dieser Größe macht es allerdings keinen Sinn internationale Rekrutierungspartner an sich zu binden und schon gar nicht sich auf die Zuteilung der Arbeitsagentur zu verlassen, deren europäische Partner-Ämter sich in Sachen Mobipro bislang auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. Und genau hier macht es Sinn mit einem starken Partner zu kooperieren, der bereits über bestehende europäische Verbindungen verfügt.

Die TUTOR ist bundesweit die mit Abstand erfahrenste Unternehmensberatung in Sachen Mobipro, hat sich seit Januar 2013 zur erfolgreichsten Vermittlungsagentur für EU-Azubis etabliert und hat ganz alleine mehr Bewerber vermittelt als es die gesamte bayerische Wirtschaft zusammen vermocht hat. Zudem sichert die TUTOR mit ihrem europaweiten Netzwerk alle – auch zukünftigen – Perspektiven, um im Mobipro-Programm erfolgreich zu sein.

Wenn auch Sie ernsthaft planen sollten sich an dem „neuen“ Mobipro-Programm beteiligen zu wollen, so zögern Sie nicht uns anzusprechen.

Wir unterstützen Sie mit allen Komponenten, die Sie für eine erfolgreiche Projektträger-Tätigkeit benötigen:

  • Beratung hinsichtlich einer erfolgsorientierten Umsetzung der Mobipro-Novelle
  • Unterstützung bei der Entwicklung des Projektantrages
  • Bereitstellung von europaweiten Kooperationspartnern für Rekrutierung, Assessment, Betreuung, Sprachunterricht usw.
  • Bereitstellung von Personalvermittlungsagenturen in Deutschland zur Akquise von interessierten Ausbildungsbetrieben
  • Unterstützung beim Aufbau regionaler Betreuungsstandorte
  • Bereitstellung von qualifizierten Sprachlehrern. Für Sie als Projektträger bietet sich dadurch der Vorteil, dass Sie Ihre natürlichen Ressourcen in den Bereichen Maßnahmeorganisation, sozialpädagogischer Betreuung und ausbildungsbegleitender Hilfen „abH“ optimal nutzen und einsetzen können, ohne selbst international akquirieren und koordinieren zu müssen.Eingedenk der Kürze der Fristen (siehe Einreichungsfrist bis zum 30. September 2014 für das Projektjahr 2015) werden wir bundesweit nur ausgesuchte interessierte Projektträger beraten und betreuen können.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und erfragen Sie unsere konkreten Beratungskonditionen